Rückblick 2020 – SV Leuzbach-Bergenhausen Zum Jahresende blickt man gerne mal wieder zurück. Was ist in diesem Jahr alles gewesen und was bleibt einem in Bezug auf das zurückliegende Jahr im Gedächtnis? Was das Jahr 2020 betrifft, so fällt einem dies relativ leicht: Covid 19 – Pandemie und die dazugehörigen Corona Verordnungen. Was unseren Schützenverein betrifft, so war der wohl gravierendste Punkt, dass es nach fast 60 Jahren zum ersten Mal kein Schützenfest zu Pfingsten in Leuzbach gab. Aber der Reihe nach und lasst uns das Jahr chronologisch „abarbeiten“. Dieser kleine Rückblick soll zum einen nochmals die ganzen Aktivitäten beleuchten, welche trotz Corona durchgeführt werden konnten und auch einen Einblick „hinter die Kulissen“ geben. Was war es, was vielleicht nicht jedes Vereinsmitglied direkt sieht. Januar – Februar Diese beiden Monate waren noch „normal“. Am ersten Donnerstag im neuen Jahr fand das Damenpokalschießen statt. König Frank I überreichte seinen Pokal an Christa Griffel, welche den niedrigsten Teiler geschossen hatte. Die Jahreshauptversammlung lief ebenfalls routinemäßig ab. Es gab einige Änderungen im Vorstand, aber letztendlich nichts, was auf die Besonderheiten hindeuten konnte, denen man sich für den Rest des Jahres stellen musste. Das Pokal-und Ehrenscheibenschießen wird nicht nur aufgrund des zuerst durchgeführten Brunchs immer beliebter. Das Schützenhaus platzte fast aus den Nähten. Selbst der Karnevalsumzug im Februar wurde noch durchgeführt. Wiedermal mit einer starken Fußgruppe konnten wir unter dem Motto: „Narren am Hofe des Königs“ für Aufsehen sorgen. Auch wurde im Februar noch mit den Arbeiten am Vorplatz des Schützenhauses begonnen. Die Holzpalisaden, welche die Absicherung zum Weg darstellten, mussten dringend erneuert werden. Sie drohten einzustürzen. Ein weiterer Punkt war, dass man einen größeren Platz haben möchte, wo man sich bei schönem Wetter auch mal vor das Schützenhaus setzen kann. März - Mai Das Preisschießen lief ebenfalls ganz problemlos ab, aber dann als wir zur Preisverleihung, sprich zu unserem Winterfest kommen wollten, schlug das Corona Virus zu. Am Donnerstag vor dem Winterfest liefen die Drähte beim Vorstand heiß. Was machen wir ? Die erste Corona Verordnung wurde vor und zurück diskutiert und dann, so gegen 22.00 Uhr, stand die Entscheidung fest: Das Winterfest kann nicht stattfinden. Kellner und Essenslieferant wurden informiert, aber die große Frage kam auf: „Was machen wir mit den bestellten Fleischpreisen ?“ Wir können den Metzger unmöglich hierauf sitzen lassen. Also wurden alle Gewinner für Samstag Nachmittag ins Schützenhaus bestellt und in Kleingruppen wurden dann die Fleischpreise übergeben. Ebenfalls hatte der Vorstand beschlossen, dass der Trainings- und auch der Thekenbetrieb eingestellt werden. Dringend musste auch eine Vorstandssitzung durchgeführt werden. Es ging ja immerhin noch um weitere anstehende Termine: Osterkaffee / Ortspokalschießen / Besuch Schützenfest Maulsbach & Michelbach / Maiwanderung und das Wichtigste: Was machen wir mit unserem Schützenfest ? Ein Präsenztreffen des Vorstands war aufgrund der Vorgaben nicht möglich und auch von den Vorstandsmitgliedern nicht gewollt. Unser Vereinsmitglied Kevin Hirschfeld stellte uns eine Internetplattform zur Verfügung, wonach dann zum ersten Mal in der 96jährigen Geschichte des SV Leuzbach-Bergenhausen am 24. März 2020 eine Vorstandssitzung als Telefonkonferenz durchgeführt wurde. Der Beginn war etwas holprig, aber als sich alle mal auf die Regeln eingestellt hatten, verlief es ohne Probleme. Entscheidungen wurden getroffen, dass der Osterkaffee und das Ortspokalschiessen ausfallen. Auch die Maiwanderung wurde als sehr fraglich dargestellt. Was die Schützenfeste betraf, so hatte der KKSV Orfgen schon das eigene Schützenfest abgesagt. Von Maulsbach und Michelbach, welche vor unserem Schützenfest lagen, war zu diesem Zeitpunkt noch nichts bekannt. In dieser Vorstandssitzung wurde weiterhin der Beschluss gefasst, dass ein Antrag im Rahmen des Leader Zuschussprogramms zur Errichtung eines elektronischen Luftgewehr-Schießstandes gestellt wird. Eine Projektgruppe wurde gebildet. Mitte April erfolgte dann – wiederum als Telefonkonferenz – die nächste Vorstandssitzung und hier wurde auch der schwerwiegende Entschluss gefasst, das Schützenfest 2020 abzusagen. Der positive Punkt bei dieser harten Entscheidung war, dass sich unser Königspaar Frank I und Königin Rosi bereiterklärten für ein weiteres Jahr als oberste Repräsentanten zur Verfügung zu stehen. Die Monate April und Mai „dümpelten“ so vor sich hin. Das Vereinsleben war notgedrungen stillgelegt. Gegen Ende Mai war abzusehen, dass die Einschränkungen gelockert wurden und das wieder mit dem Schießbetrieb begonnen werden konnte. Die Schießleitung erarbeitete ein Konzept, wonach im Jugend- wie auch im Seniorenbereich wieder trainiert werden konnte. Der Thekenbetrieb blieb aber nach wie vor untersagt. Die Projektgruppe „Elektronische Schießanlage“ erörterte den Sachstand bezüglich des Antrages und es wurde einstimmig beschlossen, dass der Antrag bei der Kreisverwaltung abgegeben werden soll. Juni – August Inzwischen lag das Einverständnis der Behörden zum Umbau der Heizungs- und Sanitäranlage im Schützenhaus vor. Die Arbeiten am Vorhof konnten abgeschlossen werden und mit den Arbeiten im Schützenhaus konnte begonnen werden. Ohne den Einsatz aller Beteiligten in irgendeiner Form schmälern zu wollen, aber es ist dem Willen und dem Engagement unseres Kassierers Ulf Flemmer zu verdanken, dass die Arbeiten zügig vorangingen. Er trommelte immer wieder die Mannen zusammen und im November konnte er dann Vollzug melden (aber hierzu später mehr). Immer wieder kamen die Gedanken und Überlegungen auf: Was können wir machen, damit auch nur ein bisschen Vereinsleben entsteht. Es formte sich eine Gruppe, welche relativ regelmäßig nach Höhn zum Wurftaubenschießen fuhr. Die Frauen des Schützenvereins waren es wiedermal, welche die Initiative ergriffen und für Ende August Ihren jährlichen Ausflug planten. Corona-konform ging die Fahrt mit dem Reisebus nach Cochem und der abendliche Abschluss war bei einem guten Abendessen in einer herrlichen Burg an der Mosel. September – November Seit einigen Jahren führen wir nun auch jährlich ein Zeltlager in Astert an der Nister durch. Dies erfreut sich inzwischen auch immer größerer Beliebtheit. So auch in diesem Jahr. Es werden immer mehr Anmeldungen, sei dies nun bei den Übernachtungsgästen, oder auch für Tagesbesucher. Das Wetter war ideal und somit konnte von Freitag bis Sonntag bei durchweg schönem Wetter gezeltet werden. Für die Kinder wurde ein abwecklungsreiches Programm geboten und auch die Älteren kamen auf ihre Kosten. Rundum eine gelungene Veranstaltung und alle freuen sich aufs nächste Jahr. Die Männer wollten sich dann auch nicht lumpen lassen. Geplant wurde eine Zugfahrt bis nach Ingelbach, wo dann am Sportplatz Grillfleisch und das ein oder andere Kaltgetränk auf die muntere Wanderschar wartete. Der Rückweg wurde dann „per Pedes“ bis nach Leuzbach eingeschlagen, wo in der Gaststätte „Kumm ren“ der Abschluss war. Am 6. Oktober konnte dann zum ersten Mal auch wieder eine Präsenzvorstandssitzung stattfinden. Da die Heizungsanlage im Schützenhaus zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Betrieb war, wurde sich beim Vorsitzenden getroffen. In dieser Vorstandssitzung mussten alle vom Verein normalerweise im letzten Quartal stattfindenden Feierlichkeiten abgesagt werden. Das Schützennachfest, der Seniorennachmittag und auch die Weihnachtsfeier können nicht in der gewohnten Form durchgeführt werden. Anfang November wurden wir dann alle mit steigenden Infektionszahlen durch das Corona Virus konfrontiert und es war abzusehen, dass neue Einschränkungen auf uns alle zukamen. Das Training im Jugend- sowie auch im Seniorenbereich musste eingestellt werden. Der Vorstand hatte sich zudem überlegt, erstmals ein Zahlenschießen durchzuführen. Hier sollte in „Kleingruppen“ ein Schießwettbewerb entstehen. Der Gedanke war, dass man wieder etwas Vereinsleben aktivieren wollte. Man hörte immer wieder aus der Mitgliedschaft, dass man sich gerne mal wieder treffen würde. Aber leider wurde uns dann auch diese Möglichkeit verwehrt. Wie schon vorher erwähnt, wurden Mitte November die Umbauarbeiten im Sanitär- und Heizungsbereich für beendet erklärt. Es gingen die Bilder von der neuen Damen- und Herrentoilette durch die entsprechenden Schützenvereinsgruppen und sie fanden allesamt Beifall. Nicht nur, dass beide Toilettenanlagen nun barrierefrei sind, es sind auch optische „Hingucker“ geworden. Für den 24. November war dann wiederum eine Vorstandssitzung angesetzt. Der Plan war eigentlich, dass man sich im Schützenhaus trifft und die Termine für das Jahr 2021 festlegt. Aber auch hier musste wiedermal umgeplant werden. Diese Vorstandssitzung fand als Telefonkonferenz statt. Für den 24. November war die letzte Vorstandssitzung des Jahres 2020 geplant. Leider musste auch diese Vorstandssitzung wieder als Telefonkonferenz durchgeführt werden. Der ursprüngliche Plan war, dass hier nun die Termine für das Jahr 2021 durchgesprochen werden. Aufgrund der bestehenden Corona Verordnung und der Aussicht, dass sich dies mindestens im ersten Quartal 2021 auch nicht sonderlich ändern wird, sah sich der Vorstand außerstande, jegliche Termine zu bestimmen. Somit wurde beschlossen, dass man aus der Sicht Ende November aktuell keine Termine für 2021 festlegt. Direkt zu Beginn des Jahres betrifft es das Damenpokalschießen, die Jahreshauptversammlung und den Beginn des Pokalschießens. Letztendlich bleibt dem Vorstand und dem Festausschuß allen Vereinsmitgliedern sowie den Freunden und Gönnern des SV Leuzbach-Bergenhausen eine besinnliche Vorweihnachtszeit zu wünschen. Bittet feiert das Weihnachtsfest im Kreise der Familie und wir freuen uns darauf, Euch im nächsten Jahr wiederzusehen und vor allen Dingen: BLEIBT GESUND !!! Euer Vorstand und Festausschuß
Damenpokalschießen
Karneval
Pokal-und Ehrenscheibenschießen
1.Telefonkonferenz / Vorstandsitzung
Umbau Schützenhaus
Frauenausflug
Zelten in Astert
Männerausflug
Wegen dem Ausfall der Seniorenfeier und der Nikolausfeier hatte der Vorstand beschlossen, den Kindern und den über 65 Jährigen des Schützenvereins, am Nikolaustag einen Gruß des Schützenvereins zu überreichen.
König Frank bekam ,natürlich auch eine Nikolaustüte
Text: Dirk Euteneuer